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Photovoltaik

Immer mehr elektrische Geräte halten Einzug in unseren Wohnungen. Die logische Folge ist ein erhöhter Bedarf an teurer Elektroenergie. Warum also nicht auch auf diesem Gebiet etwas für unsere Umwelt tun und die Sonne für die Elektroenergieerzeugung zu Hilfe nehmen? Modernste Technologien setzen die Solarenergie in elektrischen Strom um, den Sie ins öffentliche Netz einspeisen und lukrativ vergütet bekommen.



Förderung von Photovoltaik

Regionale Gültigkeit Bund

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Zielgruppe
Antragsberechtigt sind Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien.

Beschreibung
Das EEG regelt:
- den vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas im Bundesgebiet einschließlich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (Geltungsbereich des Gesetzes) an die Netze für die allgemeine Versorgung mit Elektrizität
- die vorrangige Abnahme, Übertragung und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber
- den bundesweiten Ausgleich des abgenommenen und vergüteten Stroms

Für in Betrieb genommene Anlagen werden festgelegte Vergütungssätze in der Regel für 20 Jahre gewährt. Die Höhe der Vergütung für den Strom hängt von der Energiequelle und der Größe der Anlage ab. Die Höhe der Vergütung hängt außerdem vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab, das heißt je später eine Anlage in Betrieb genommen wird, desto geringer ist die Vergütung (jährliche Degression). Die Vergütungssätze für Anlagen, die 2010 in Betrieb genommen werden, gestalten sich wie folgt:

1. Photovoltaik
Für Strom aus förderfähigen Freiflächenanlagen beträgt die Vergütung 28,43 Cent/kWh. Die jährliche Degression beträgt ab 2011 9 %.
Für Strom aus förderfähigen Anlagen, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht sind, beträgt die Vergütung:
- bis 30 kW 39,14 Cent/kWh
- bis 100 kW 37,23 Cent/kWh
- bis 1 MW 35,23 Cent/kWh
- ab 1 MW 29,37 Cent/kWh
Die Vergütungen verringern sich für Strom aus Anlagen bis einschließlich 30 kWp auf 22,76 Cent/kWh, soweit der Anlagenbetreiber oder Dritte den Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage selbst verbrauchen und dies nachweisen.
Bei Anlagen, die 2010 neu errichtet werden, müssen Standort und Leistung an die Bundesnetzagentur gemeldet werden, ansonsten entfällt die Verpflichtung des Netzbetreibers den Strom zu vergüten.
Die jährliche Degression beträgt für Anlagen mit einer Leistung bis einschließlich 100 kW ab 2011 9 %. Ab einer Leistung von 100 kW beträgt die jährliche Degression ab 2011 9 %.


Änderungen ab 01. Juli 2010
Die Bundesregierung hat beschlossen, die Vergütungssätze für Strom aus Photovoltaikanlagen an die geänderten Marktbedingungen anzupassen.

- Flexible Marktanpassung
Die Zielmarke für den jährlichen Ausbau liegt bei 3.500 MW. Wird diese Zielmarke überschritten, sinken die Vergütungss/äze zum Jahresende 2010 um 1 % und 2011 um 3 % pro 1.000 Megawatt zusätzlichem Marktvolumen über den im EEG regulär vorgesehenen Degressionssatz von 9 % hinaus. Unterschreitet das Marktwachstum die Untergrenze von 2.500 Megawatt sinken die Vergütungssätze langsamer.

- Einmalige Absenkung der Vergütungssätze
Die Vergütung für Dachanlagen wird zusätzlich einmalig um 16 Prozent gesenkt.
Bei Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen beträgt die Absenkung der Vergütung 11 % und auf sonstigen Flächen 15 %.

- Ackerflächen
Strom aus Anlagen auf Ackerflächen wird grundsätzlich nicht mehr vergütet, wenn die Anlage nach dem 30.06.2010 in Betrieb geht. Ausgenommen hiervon sind Anlagen, die sich im Bereich von vor dem 25.03.2010 beschlossenen Bebauungsplänen befinden, und bis zum Ende des Jahres 2010 in Betrieb genommen werden. Die einmalige Absenkung der Vergütung wird hier nicht angewendet.

- Freiflächenanlagen
Die Befristung der Vergütung von Freiflächenanlagen bis zum 1. Januar 2015 wird aufgehoben. Gefördert werden jetzt auch Gewerbe- und Industriegebiete sowie Flächen innerhalb eines Streifens von 110 m entlang von Autobahnen und Bahnschienen.

- Eigenverbrauch von Solarstrom soll gestärkt werden
Die einmalige Absenkung der Vergütungssätze wird auf den Eigenverbrauch von Strom aus Photovoltaikanlagen nicht angewendet. Der Eigenverbrauch wird attraktiver gemacht. Die Vergütung für eigengenutzten Solarstrom beträgt
- bis 30 kW 20,88 Cent/kWh
- bis 100 kW 19,27 Cent/kWh
- ab 100 kW 17,59 Cent/kWh Des Weiteren wird die Regelung auf Anlagen bis 500 kW installierter Leistung ausgedehnt.

Adressen:
Informations- und Antragsstelle
Zuständiges EVU oder Netzbetreiber
http://www.erneuerbare-energien.de

Originaltitel
Gesetz für den Vorrang erneuerbaren Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-EEG) vom 21. Juli 2004.